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Was steckt hinter Rheuma und wie wird es behandelt?

Hinter dem umgangssprachlich verwendeten Begriff „Rheuma“ können verschiedene Erkrankungen stecken. Meistens ist damit die rheumatoide Arthritis gemeint. Hier erfahren Sie, was es mit der Erkrankung auf sich hat, wie sie in unserer Radiologie in Berlin Zehlendorf diagnostiziert wird und welche Behandlungsmethoden es gibt. 

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist Rheuma?
  3. Rheumadiagnostik in der Radiologie
  4. Therapiemöglichkeiten
  5. Fazit: frühe Rheumadiagnose für einen milderen Verlauf
Älterer Mann mit Rheuma und schmerzenden Gelenken
pikselstock – stock.adobe.com

Das Wichtigste in Kürze

  • Hinter dem umgangssprachlichen Begriff Rheuma steckt häufig eine rheumatoide Arthritis, eine chronische Entzündung der Gelenke.
  • Rheumatische Entzündungen lassen sich mit einem MRT gut sichtbar machen und diagnostizieren.
  • Rheuma ist nicht heilbar, kann aber mit der richtigen Therapie abgemildert und am Fortschreiten gehindert werden.

Was ist Rheuma?

Als rheumatoide Arthritis bezeichnet man in der Medizin dauerhaft entzündete Gelenke. Ursache für die Entzündungen ist das eigene Immunsystem, das in einer Autoimmunreaktion den eigenen Körper angreift. Am häufigsten betroffen sind dabei die Finger- und Zehengelenke. Manchmal kommt es auch zu Entzündungen an Ellenbogen, Knöcheln und Knien. Die Schultern oder das Schlüsselbein sind selten betroffen. Für Rheuma typische Symptome sind neben den schmerzenden Gelenken:

  • Warme und geschwollene Gelenke
  • Steife Gelenke nach dem Aufstehen am Morgen
  • Kraftlosigkeit in den betroffenen Körperregionen
  • Erschöpfung mit allgemeiner Müdigkeit und Schwächegefühl

Rheumadiagnostik in der Radiologie

Besteht aufgrund anhaltender Beschwerden der Verdacht auf Rheuma, wird dieser mittels Blutuntersuchungen und bildgebender Verfahren abgeklärt. Oft erfolgt dafür auch eine Überweisung an entsprechende Fachärzte und Fachärztinnen. Das MRT eignet sich hervorragend für die Bildgebung bei Rheuma, weil die typischen Entzündungen an den Gelenken auf den MRT-Bildern sehr gut und eindeutig sichtbar sind.


Therapiemöglichkeiten

Je früher Rheuma erkannt wird, desto besser lässt es sich in der Regel behandeln. Allerdings dienen die verschiedenen Therapien und Medikamente nur dazu, die Krankheit einzudämmen und einen schweren Krankheitsverlauf zu verhindern. Heilbar ist die rheumatoide Arthritis bislang leider nicht. Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • Physiotherapie und Sport erhalten die Beweglichkeit in den betroffenen Gelenken.
  • Ergotherapie sorgt dafür, dass die Hände ihre Funktionsfähigkeit erhalten.
  • Medikamente hemmen die Entzündung, lindern damit die Symptome und Schmerzen und verlangsamen das Voranschreiten der Erkrankung.
  • Operationen kommen als letztes Mittel zum Einsatz, wenn Medikamente nicht mehr  ausreichend helfen.
  • Hilfsmittel wie spezielle Einlagen oder Greifhilfen helfen, die Einschränkungen durch die Erkrankung im Alltag zu überwinden.
  • Psychotherapie hilft, die Schmerzen und Einschränkungen besser zu bewältigen, und beugt Ängsten und Depressionen vor.
  • Selbsthilfegruppen helfen ebenfalls bei der Bewältigung von auftretenden Problemen und sind eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen.

Fazit: frühe Rheumadiagnose für einen milderen Verlauf 

Die meisten Rheumaerkrankungen treten nach dem 50. Lebensjahr auf. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Tauchen in diesem Alter vermehrt Gelenkschmerzen auf, sollten diese unbedingt abgeklärt werden. Ein Radiologe bzw. eine Radiologin kann Ihre rheumatische Erkrankung im MRT sichtbar machen. Je früher eine rheumatoide Arthritis erkannt wird, desto besser lässt sich der Verlauf abmildern und schwerwiegenden Gelenkschäden vorbeugen.