Wer klopft denn da: Warum klopft ein MRT?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) gehört zu den wichtigsten Errungenschaften der modernen Radiologie und ist inzwischen in vielen Fachbereichen für die Diagnostik unterschiedlicher Krankheitsbilder unerlässlich. Besonders zur Darstellung von weichem Gewebe, wie beispielsweise dem Gastrointestinaltrakt oder dem Nervensystem, ist das MRT oftmals die erste Wahl.

Bei Radiologie Eins können Sie ein hochmodernes MRT in Zehlendorf durchführen lassen und sich auf eine professionelle Betreuung durch unser erfahrenes Team verlassen. Während der Untersuchung erhalten Sie Kopfhörer, die der Geräuschdämmung dienen. Doch woher kommen die mitunter recht laut klopfenden und dröhnenden Geräusche im MRT überhaupt?

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Woher kommt das Klopfen?
  3. Warum kann ein MRT auch dröhnen?
  4. Wovon hängt die Tonhöhe ab?
  5. Muss man sich wegen der Geräusche sorgen oder ist alles ganz normal?
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Das Wichtigste in Kürze

  • Während der MRT-Untersuchung erhalten Sie Kopfhörer zur akustischen Dämmung von Klopf- und Dröhngeräuschen.
  • Geräusche während der Untersuchung sind kein Grund zur Sorge.
  • Die Tonhöhe hängt von der Stärke des gerade aufgebauten Magnetfeldes ab.

Woher kommt das Klopfen?

Um zu verstehen, wie die Klopfgeräusche im MRT entstehen, ist es wichtig, zunächst eine genauere Vorstellung vom Aufbau des Geräts zu haben. Im Gegensatz zum klassischen Röntgengerät fertigt das MRT Bilder nicht mithilfe radiologischer Strahlung, sondern mittels Magnetfeldern an. Dieses Prinzip ist möglich, da sämtliche Körpergewebe über eigene magnetische Eigenschaften verfügen, welche in erster Linie auf der Dichte der Wasserstoffmoleküle beruhen. Durch die MRT-Röhre wird ein Magnetfeld induziert, welches die magnetischen Moleküle des Gewebes auslenkt. Damit unterschiedliche Gewebe abgebildet werden können, wird zwischen unterschiedlichen Magnetstärken hin- und hergeschalten. Während dieser Schaltung kommt es zum Klopfgeräusch.


Warum kann ein MRT auch dröhnen?

Beim MRT können je nach Fragestellung unterschiedliche Sequenzen angefertigt werden. Jede Sequenz ergibt ein individuelles Geräuschmuster, das auf der unterschiedlichen Rotation der Spulen beruht. Tatsächlich können erfahrene Fachärzte und -ärztinnen sogar anhand der Geräusche die aktuell aufgenommene Sequenz erkennen! Folgende Sequenzen kommen besonders häufig zum Einsatz:

  • T1-gewichtet
  • T2-gewichtet
  • T2 Flair-Sequenz

Dabei werden je nach Fragestellung entweder das feste Gewebe, Flüssigkeiten oder der Kontrastmittelverlauf in den Fokus gerückt.


Wovon hängt die Tonhöhe ab?

Das MRT verfügt über drei Spulen, damit im Anschluss ein dreidimensionales Bild zusammengestellt werden kann. Die Spulen schwingen in individuellen Frequenzen, was sich auch akustisch bemerkbar macht. Schwingen die Spulen auf einer besonders hohen Frequenz – also sehr schnell – steigt die Tonhöhe.


Muss man sich wegen der Geräusche sorgen oder ist alles ganz normal?

Sie werden während der gesamten MRT-Untersuchung von unserem erfahrenen Team beobachtet und betreut. Vor Beginn der Aufnahme erhalten Sie Kopfhörer, die Sie vor den mitunter bis zu 125 dB erreichenden, klopfenden und dröhnenden Geräuschen schützen. Über ein integriertes Mikrofon sowie Lautsprecher können Sie während der gesamten Untersuchung mit dem Team kommunizieren. Klopfende und dröhnende Geräusche während der MRT-Untersuchung sind kein Grund zur Sorge und beruhen auf den technischen Prinzipien des Geräts.